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Alle Funktionalitäten im Brenner

: EWM


Schweißkonstruktionen in der Größe eines Einfamilienhauses – das sind die typischen Abmessungen bei Ebner, dem Spezialisten für Wärmebehandlungstechnologien und Industrieofenbau aus Leonding bei Linz. Bei solchen Aufgabenstellungen spielen Mobilität und Flexibilität in der Schweißtechnologie eine ganz besondere Rolle. Da kommt den Schweißern der neue PM-Brenner RD X3 des Schweißgeräteherstellers EWM gerade recht: Sämtliche Parametereinstellungen lassen sich direkt auf dem integrierten Display vornehmen. Die Laufwege zum Schweißgerät entfallen damit und das Schweißen wird produktiver.

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Bauteile bis hin zur Größe eines Einfamilienhauses werden bei Ebner täglich geschweißt.

Bauteile bis hin zur Größe eines Einfamilienhauses werden bei Ebner täglich...

Schwindelfrei zu sein, gehört bei Ebner fast schon zu den Einstellungsvoraussetzungen als Schweißer. Denn die Schweißnähte befinden sich oft in Höhe von bis zu fünf Metern über dem Fußboden. Selbstverständlich sind die Schweißer gut gesichert. Wenn der Schweißer erst einmal oben ist, möchte er schweißen und nicht klettern. „Die Parameteränderungen direkt am Brenner vorzunehmen – uneingeschränkt“, sieht Christian Gruber, Supervisor Welding bei Ebner, als einen der Hautpvorteile des PM-Brenners an. „Gerade bei unzugänglichen Bauteilen erleichtert diese Funktion die Arbeit enorm.“ Der Schweißer kann aus seiner Schweißposition heraus Änderungen in der Gerätesteuerung vornehmen. Die optimierte Ergonomie des Brenners mit dem geringeren Gewicht und dem ausbalancierten Design unterstützt ermüdungsfreies Schweißen. Das integrierte LED-Licht leuchtet dunkle Arbeitsbereiche aus.

Aktionsradius 50 Meter

Bis zu 50 Meter kann der Aktionsradius zwischen der Stromquelle Titan XQ puls von EWM und dem Brenner betragen. Das ermöglichen Zwischenschlauchpakete sowie das Drahtvorschubgerät Drive XQ. Mit seiner integrierten Drahtvorschubeinheit eFeed fördert es den Draht mithilfe von vier synchron angetriebenen Drahtvorschubrollen präzise. Ein Rollenwechsel erfolgt werkzeuglos.

Die Titan XQ puls kann sogar mit zwei Drahtvorschubgeräten ausgerüstet sein. Jedes verfügt über ein separates Schlauchpaket und ist jeweils mit einem eigenen Brenner verbunden. Ebenso können zwei unterschiedliche Gasflaschen angeschlossen
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Das große Display am PM-Funktionsbrenner RD X3 von EWM macht das Ablesen von Parametern leicht und übersichtlich.

Das große Display am PM-Funktionsbrenner RD X3 von EWM macht das Ablesen von...

werden. Um die Schweißdrähte für einzelne Lagen der Naht zu wechseln, nimmt der Bediener einfach den anderen Brenner. Die entsprechenden Schweißparameter sind direkt in der Steuerung hinterlegt und werden auf Knopfdruck direkt am Brenner abgerufen.

Eines für alles

Titan XQ puls ist ein MIG/MAG-Multiprozessschweißgerät, das sich umfassend digital vernetzen lässt und damit Industrie-4.0-tauglich ist. Sämtliche innovativen Schweißprozesse sind durch die moderne RCC-Invertertechnologie optimiert, dank der neuen Steuerung direkt anwählbar und serienmäßig auf jedem Schweißgerät verfügbar. So ist für jede Schweißaufgabe der richtige Schweißprozess vorhanden und kann direkt am Brenner aufgerufen und umgeschaltet werden.

Aufgrund der großen Materialvielfalt und der hohen Anwendungsbreite setzen die Schweißer von Ebner fast jeden der innovativen Schweißprozesse ein und können damit ein riesiges Anwendungsspektrum abdecken. Da jeder innovative Schweißprozess speziell für eine bestimmte Anwendung entwickelt wurde, ersetzen diese Prozesse auch immer mehr die Standardverfahren.

MIG statt WIG

Bei Ebner wurde ein Teil der Chrom-Nickel-Werkstoffe mit Wolfram Inert Gas (WIG) geschweißt – bis die Schweißer bei der Titan XQ puls den innovativen Schweißprozess forceArc puls kennenlernten. Seitdem werden immer mehr der Chrom-Nickel-Werkstoffe nicht mehr mit WIG, sondern mit den
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Die dekompakte Titan XQ puls mit zwei Drahtvorschubgeräten und zwei Gasflaschen macht das Arbeiten am Bauteil einfacher: Der Schweißer greift sich einfach den anderen Brenner und kann so unterschiedliche Lagen mit verschiedenen Schweißdrähten und Schweißgasen schweißen.

Die dekompakte Titan XQ puls mit zwei Drahtvorschubgeräten und zwei Gasflaschen...

Schutzgasschweißverfahren MIG (Metallschweißen mit inerten Gasen) und vor allem mit MAG (Metallschweißen mit aktiven Gasen) geschweißt – Tendenz steigend. Unter dem Schweißprozess forceArc puls ist die Nahtqualität der MIG-Schweißnaht mit der Qualität der WIG-Naht vergleichbar, die Geschwindigkeit ist es nicht: Sie ist deutlich höher und damit für die Herstellung der langen Schweißnähte deutlich effektiver.

Und auch für die Qualifizierung der Schweißer ist die Umstellung von WIG auf MIG ein deutlicher Vorteil für das Unternehmen: „Wenn wir mit MIG schweißen, müssen wir gegenüber WIG nicht mehr sieben Prüfungen verlängern, sondern nur noch zwei oder drei.“ Das vereinfacht nach Aussage von Gruber auch die Ausbildung und die Qualifizierung.

Verschleißteil Stromdüse

Auch wenn die Stromdüse nur ein kleines Bauteil ist, so ist sie für das Schweißen selbst und für die Schweißergebnisse fundamental. „Besonders bei der Stromdüse ist der Verschleißteilverbrauch enorm zurückgegangen“, beschreibt Gruber seine Erfahrungen mit den PM-Funktionsbrennern. Dass dadurch die Kosten für die Verschleißteile sinken, ist das eine. Viel wesentlicher aber sind die Folgekosten, die durch die längere Lebensdauer der Stromdüsen gar nicht erst entstehen: Die Wechselzeiten der Stromdüse sind reduziert und können für das Schweißen eingesetzt werden. Durch die lange Lebensdauer und den konstanten Drahtvorschub ist auch die Schweißnahtqualität gleichbleibend hoch.

Einmal EWM – immer EWM

Nur
mit den besten Schweißgeräten lassen sich auch die besten Ergebnisse erzielen – aus dieser Überzeugung heraus veranstalteten die Verantwortlichen von Ebner vor vier Jahren eine Challenge: Schweißer, Instandhalter und Schweißaufsichtspersonen nahmen die Geräte von vier namhaften Schweißgeräteherstellern genauestens unter die Lupe und prüften sie auf Herz und Nieren. Sehr positiv aufgenommen wurde im Zuge dieses Tests die tatkräftige Unterstützung durch die Anwendungstechniker des EWM-Standortes in Eberstalzell (OÖ). EWM gewann dieses Rennen und Ebner stellte seine gesamte Schweißfertigung auf EWM-Geräte um. Insbesondere die Optimierung im Rahmen der Innovations- und Technologieberatung ewm maXsolution kam den Ansprüchen bei Ebner durchaus entgegen.



Als bei Ebner neue Schweißgeräte angeschafft werden mussten, war der Hersteller sofort definiert: EWM. Dass es die neueste Technologie des Anbieters sein sollte, war auch klar: „Unsere Schweißer sollen mit den besten auf dem Markt verfügbaren Geräten arbeiten können“, so die Ansicht von Gruber. Deshalb sind vor allem die Arbeitsplätze, bei denen kontinuierlich geschweißt werden muss, mit einer Titan XQ puls ausgestattet worden – und die Lehrwerkstatt. Auch dort sollen die Auszubildenden gleich mit der innovativen Technik in Kontakt kommen und ihre Erfahrungen sammeln können. Diese Investition war Gruber ganz besonders wichtig.

Bauteile bis hin zur Größe eines Einfamilienhauses werden bei Ebner täglich geschweißt.
Das große Display am PM-Funktionsbrenner RD X3 von EWM macht das Ablesen von Parametern leicht und übersichtlich.
Die dekompakte Titan XQ puls mit zwei Drahtvorschubgeräten und zwei Gasflaschen macht das Arbeiten am Bauteil einfacher: Der Schweißer greift sich einfach den anderen Brenner und kann so unterschiedliche Lagen mit verschiedenen Schweißdrähten und Schweißgasen schweißen.
Parameteränderungen kann der Anwender direkt am EWM-Funktionsbrenner aus der neuen PM-Serie vornehmen, ohne die Schweißposition zu verändern. Die LED-Beleuchtung leuchtet dunkle Arbeitsbereiche aus.
Seit Jahren zufrieden mit den EWM-Komplettlösungen fürs Schweißen (v.l.n.r.): Christian Hennerbichler – Schweißer, Franz Haubner – Leiter mechanische Fertigung und Christian Gruber –Supervisor Welding.


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Bericht in folgenden Kategorien:
MIG/MAG-Schweißmaschinen, Schweißbrenner

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