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Automation ist der Schlüssel

Mit der bereits 1988 gegründeten Erl GmbH, der seit 2000 bestehenden Migweld GmbH International und der 2006 ins Leben gerufenen Erl Automation GmbH umfasst die Erl Gruppe ein komplettes Angebot schweiß- und schneidtechnischer Produkte...

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Ing. Georg Engl, Betriebsleiter – Erl Automation GmbH

Ing. Georg Engl, Betriebsleiter – Erl Automation GmbH

Die Erl Automation GmbH fokussiert dabei die Mechanisierung. Hier werden seit 1.2.2006 komplette Roboterschweiß- und schneidsysteme von Grund auf entwickelt und gefertigt.
Wir sprachen mit Herrn Ing. Georg Engl, Betriebsleiter Erl Automation GmbH, über die Entwicklung des Unternehmens in den letzten zwei Jahren.

x-technik:
Wie hat sich das Unternehmen seit der Gründung entwickelt?

Ing. Georg Engl:
Ausgangspunkt unserer Aktivitäten ist die Schweißtechnik, in der wir uns über lange Jahre bereits recht versiert bewegen. Somit lag/liegt nahe, dass wir auch in dem neuen Geschäftsbereich uns ganz der Schweiß- und Schneidtechnik widmen. Die Zielsetzung, unseren Kunden neben Schweißprodukten auch komplette Schweißfertigungen zu liefern, hat sich schneller realisieren lassen als ursprünglich von uns geplant war. So konnten wir in den beiden Jahren unseres
Bestehens mehr und komplexere Anlagen bauen, als dies vorherzusehen war.

Es hat sich als richtige Entscheidung herausgestellt, dass alle Anlagen nach dem Aufbau komplett bis zur Serienreife mit Kundenbauteilen bei uns im Hause getestet und eingestellt werden. Die Auslieferung erfolgt erst nach Kunden-Abnahme. Dadurch ist ein sofortiger Einstieg in die Produktion nach der Montage beim Kunden möglich.

x-technik:
Haben Sie Ihre kurz- bzw. mittelfristigen Ziele erreicht?

Ing. Georg Engl:
Mittelfristig nein, so lange gibt’s uns ja noch nicht. Kurzfristig ja. Wir haben heute eine komplette und kompetente Mannschaft, die allen Anforderungen des Anlagenbaus gerecht wird. Dies, unsere hervorragende Ausstattung und die gute Zusammenarbeit mit unseren Partnern ermöglichen uns die Abwicklung kleiner und großer Fertigungsanlagen für unsere Kunden.

x-technik:
Welche Lösungen liegen im Trend?

Ing. Georg Engl:
Wir wollen uns nicht anmaßen, unseren Kunden einen (vermeintlichen) Trend zu präsentieren. Jede Anlage hat ihre spezifischen Anforderungen,
diesen wollen wir uns mit unserer Erfahrung und unseren Möglichkeiten stellen. Das Resultat muss dabei sein, dass die Fertigung mit unseren Anlagen günstiger und qualitativ hochwertiger erfolgt als vorher.

x-technik:
Arbeiten Sie noch immer stark mit Kuka und Panasonic zusammen?

Ing. Georg Engl:
Wir haben uns bewusst für 2 Roboter-Fabrikate entschieden. Beide Typen haben jeweils große Vorteile, jeder in seinem Bereich. Auch bei Schneidapplikation haben wir jeweils sehr zuverlässige Partner. Diese Bedingungen können wir optimal nützen, um unseren Kunden je nach Anforderung der Produktion die beste Lösung zu bieten. In den ersten beiden Jahren unseres Bestehens konnten so bereits mehr als 20 Anlagen erfolgreich in Produktion genommen werden.

x-technik:
Was war bzw. ist Ihr interessantestes Projekt?

Ing. Georg Engl:
Das ist in der Tat eine sehr schwierige Frage. Wir hatten in den Projekten Themenstellungen wie: Zusammenarbeit von mehreren Robotern, Anwendung verschiedener Schweißprozesse an einem Teil, Einsatz komplexer, selbst entwickelter Softwarelösungen zur vereinfachten Programmerstellung, Realisierung neuer graphischer Möglichkeiten zum Fertigen von Schneidteil-Kleinserien, Anpassung des Anlagenkonzepts an vollautomatische Produktionsvorgänge etc. Jedes dieser Punkte bedurfte spezieller Kenntnisse von entweder SPS- oder Roboterprogrammierung, stets basierend auf wichtigen schweißtechnischen Grundlagen. Diese Mischung macht unseren Alltag
sehr spannend und routinearm.

x-technik:
Eine Stärke von Erl Automation ist es, im eigenen Technologiezentrum Versuche mit Schweiß- und Schneidprozessen, Materialien, etc. durchzuführen. Ist neues Equipment für Tests dazugekommen?

Ing. Georg Engl:
Für die meisten Anforderungen sind wir in unserem Technologiezentrum tatsächlich sehr gut auf die Durchführung von Tests, Schweiß- und Schneidversuchen, schweißtechnischen Auswertungen eingestellt. Um zukünftig hier noch besser die Anlagenkonzeption und die schweiß-/schneidtechnische Machbarkeit unterstützen zu können, bauen wir diesen Bereich weiter aus. Dies sowohl personell als auch mit entsprechenden Einrichtungen. Die bestehenden Anlagen wie Rund- und Längsnahtanlage, Roboterzelle und CNC Brennschneidmaschine mit Feinstrahl-Plasmaschneiden, werden aber auch jährlich durch neue Anlagen ersetzt, um stets mit der aktuellsten und modernsten Anlage testen zu können.

x-technik:
Was hat sich auf der Personalseite getan? Wurde weiteres Personal aufgenommen?

Ing. Georg Engl:
Vorhin hatte ich schon die komplette Mannschaft erwähnt. Dies bedeutet, dass wir sämtliche notwendigen Positionen in ausreichender Zahl besetzt haben. Um unser Wachstum allerdings auch personell zu bewältigen, stellen wir regelmäßig neue Mitarbeiter ein. So ist die Automationsgruppe seit ihrem Bestehen bereits auf ca. 15 Personen gewachsen. Wir gehen davon aus, dass im Laufe des Jahres
noch die eine oder andere Verstärkung notwendig wird. Mittelfristig werden wir 20-30 Mitarbeiter und langfristig 40-50 Mitarbeiter in der ERL AUTOMATION beschäftigen.

x-technik:
Gibt es weitere Veränderungen, Neuigkeiten bei Erl Automation?

Ing. Georg Engl:
Wo soll ich denn beginnen? Einen Punkt möchte ich allerdings hier beschreiben, nämlich die Entwicklung eines Werkzeugs. Und zwar eines Software-Werkzeugs. Wir werden in Kürze ein neues Produkt auf den Markt bringen können, welches die Erstellung eines Roboterprogramms zum Plasma-/Brennschneiden mit Schweißnahtvorbereitungen/Phasen auf Grundlage einer CAD-Zeichnung ermöglicht. Gibt es schon, werden Sie sagen. Ja, doch nicht in der bedienungsfreundlichen und einfachen Art der Auswahlmöglichkeit für Phasen, Startpunkt und Anschnittweg etc. und darauffolgender automatischer Programmgenerierung zum sofortigen Produktionsstart. Gerne zeigen wir Interessenten unsere Möglichkeiten hierzu.

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