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Der scharfe Blick


igm besitzt langjährige Erfahrung in der Anwendung komplexer, sensorgeführter Schweiß- und Schneidrobotersysteme. Mehr als 2.500 dieser Systeme hat igm bisher weltweit in allen Branchen des Maschinenbaus installiert. Auf der vienna-Tec 2008 präsentiert das Unternehmen das erst kürzlich vorgestellte Kamerasystem iCAM.

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iCAM: Der scharfe Blick für igm Schweißroboter.

iCAM: Der scharfe Blick für igm Schweißroboter.

Wünsche nach einem kompakten und kostengünstigen Kamerasystem, das speziell den Anforderungen der Lichtbogenschweißung entspricht, führten zur Entwicklung der iCAM. Der wesentliche Vorteil liegt in der Integration des Benutzerinterfaces in die Robotersteuerung. Damit erfolgt die Programmierung der Kamera über das igm Programmierhandgerät K5 – ein zusätzlicher PC ist nicht mehr notwendig. Die Kommunikation zur Robotersteuerung erfolgt über eine 100 Mbit Ethernet-Schnittstelle und eine galvanisch getrennte, serielle RS422.

Analyse der Schweißfuge direkt an der Anlage möglich

Auch auf der Sensorseite ist die neue iCAM git bestückt – sowohl die Belichtungs- als auch die Lasersteuerung erfolgt automatisch, was für die Bilderfassung, hinsichtlich Erkennung und Auswertung des Messsignals, eine wesentliche Qualitätsverbesserung bedeutet. Weiters wird durch den automatisch nachgeregelten Betrachtungsbereich (ROI – Region of Interest) die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Kamera während der Schweißfahrt beträchtlich erhöht. Die Live-View Funktion liefert ein online-Grauwertbild, das am Display des Bedienhandgeräts angezeigt wird. Alle Messwerte werden mitprotokolliert und können selbst nach dem Programmende abgerufen werden. Damit wird eine Analyse der Schweißfuge direkt an der Anlage möglich.

Die Kamera ist speziell auf die Anwendung der Nachführung von igm Schweißrobotern hin
entwickelt worden. Dabei werden sowohl die Geometrie (Längen-, Winkel- und Abstandsbeziehungen) als auch das Nahtvolumen bzw. ein vorhandener Spalt kontinuierlich vermessen. Aufgrund der Messwerte können die Roboterbahn und die Schweißparameter in Echtzeit nachgeregelt werden.

Jede Menge Profil

In der Standardausführung sind bereits sechs unterschiedliche Nahtformen hinterlegt, zusätzlich kann der Benutzer mit einfachen grafischen Methoden jedes beliebige andere Profil konfigurieren, parametrieren und in der Kamera speichern. Dazu stehen 240 freie Speicherplätze zur Verfügung.

Ein weiteres Merkmal ist die integrierte siebente Achse: Die Kamera ist auf einer als Roboterachse ausgebildeten Drehachse montiert, die das programmgesteuerte Drehen der Kameraaufnahme ermöglicht. Vorteile bringt dieses System beim Schweißen von Innenecken – hier wird die Kamera vor Erreichen der Ecke weggedreht – oder für kleine Radien. Sowohl bei fixer Aufnahme als auch mit der siebenten Achse kann die Kamera programmgesteuert abgelegt und wieder aufgenommen werden.

Drehgalgen auf Doppelbock

Höchste Flexibilität bei geringstem Platzbedarf waren die Vorgaben bei der Konzipierung der Roboteranlage mit zwei Manipulatorauslegern auf einem Doppelbock und einem Roboter auf Dreharm. Auf einer Grundfläche von 20 m² lassen sich im 2-Stationen-Betrieb Teile bis zu 500 kg bearbeiten. Mit insgesamt elf gesteuerten Roboterachsen ist eine optimale Zugänglichkeit auf minimaler Grundfläche gesichert. Dank der voll in der Robotersteuerung integrierten Dreh- und Schwenkachsen des Manipulators und des Drehauslegers ist die optimale Bearbeitung selbst komplexer Bauteile ohne Probleme möglich. Die bereits im Produktionsbetrieb befindlichen Anlagen, bei einem namhaften Seilbahnbauer und einem internationalen Baumaschinen- und Kranhersteller, überzeugen die Anwender mit den kompakten Abmessungen und dennoch enormen Einsatzmöglichkeiten.


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