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Digitalisierung im Automobilbau

: Fronius


Am 8. und 9. Mai veranstaltete Fronius in Sattledt (OÖ) die sechste internationale Automobilkonferenz. Unter den Vortragenden befanden sich neben Experten für Automobilbau auch Koryphäen der Digitalisierung. Sie machten den Besuchern die Zukunft der Automobilproduktion in der digitalen Transformation greifbar.

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Die Konferenz „Joining Smart Technologies“ widmete sich der Fügetechnik im Automobilbau.

Die Konferenz „Joining Smart Technologies“ widmete sich der Fügetechnik...

Digitalisierung war das zentrale Thema der diesjährigen „Joining Smart Technologies“-Konferenz. Mehr als einhundert Teilnehmer aus zehn Ländern nutzten die Konferenz für den Wissens- und Erfahrungsaustauch. Zu Beginn der Konferenz gab Thomas Bauernhansl, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung, Einblicke in den Status Quo der digitalen Transformation im Automobilbau. Sein zentrales Thema: Daten in der Fabrik der Zukunft. Sie spielen eine zentrale Rolle, egal ob bei standardisierten Produkten wie bei zukünftig in Massen produzierten, autonom fahrenden Taxis oder bei stark personalisierten Autos für Endkunden.

Der vernetzte Lichtbogen

Christian Kotschote, Technology Developer bei Audi, berichtete über das Potenzial der Vernetzung im Bereich des thermischen Fügens. Er betonte, dass digitale Systeme den Output von Lichtbogen-Anwendungen erhöhen können. Hierfür müssen alle Informationen über die gesamte Prozesskette hinweg nutzbar gemacht werden.

Daran anknüpfend legte Helmut Ennsbrunner, Leiter der Vorentwicklung bei Fronius, dar, was die digitale Transformation aus Perspektive eines Schweißgeräte-Herstellers bedeutet. Ennsbrunner erklärte, dass die Digitalisierung es erlaubt, Daten verlustfrei zu vervielfältigen und mit Partnern auszutauschen. Das eröffnet neue Chancen in der Zusammenarbeit: Einerseits sollen Maschinen in Zukunft besser automatisiert zusammen arbeiten. Andererseits können Informationen zwischen Lieferanten, Kunden und anderen Partnern geteilt und für neue
kooperative Geschäftsmodelle genutzt werden.

Teamwork mit dem Roboter

Kooperation stand auch im Mittelpunkt des Vortrags von Martina Mara: Sie ist Technikpsychologin und Professorin für Roboterpsychologie an der Johannes Kepler Universität Linz und beschäftigt sich intensiv mit der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. In der abschließenden Podiumsdiskussion stellte auch Florian Oefele, Senior Manager Anlagenbau und Virtuelle Inbetriebnahme bei BMW, den Mensch in den Mittelpunkt der digitalen Transformation. Nur durch Offenheit, Vertrauen und Verantwortung können die Chancen der Digitalisierung genutzt werden.

Michael Zürn, Senior Manager Prozessentwicklung bei Daimler, konkretisierte, worin genau diese Chancen liegen: „Daten helfen uns Menschen, Komplexität beherrschbar zu machen und so leichter bessere Entscheidungen zu treffen.“ Im industriellen Umfeld trägt das dazu bei, die Produktionszeit zu verkürzen und Kosten und Qualität zu optimieren. Die Vertreter der OEMs richteten darüber hinaus einen Blick in die Zukunft und stimmten überein, dass Nachhaltigkeit einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt. Digitale Lösungen wie etwa die Block-Chain könnten zukünftig helfen, Qualität auch im Sinne sozialer Aspekte und der Nachhaltigkeit transparent zu machen.

Die Konferenz „Joining Smart Technologies“ widmete sich der Fügetechnik im Automobilbau.
Rund 100 Gäste nahmen an der Automobilkonferenz 2019 am Fronius-Standort Sattledt teil.
Thomas Bauernhansl, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung, appellierte an Firmen, ihre Daten als wichtigen Rohstoff wahrzunehmen.
Martina Mara von der JKU Linz forscht darüber, wie Roboter beschaffen sein und sich verhalten müssen, damit die Zusammenarbeit mit dem Menschen möglichst reibungslos funktioniert.
Christian Kotschote von Audi zeigte auf, dass Vernetzung in der Produktion den Output von Schweißprozessen erhöhen kann.
Laut Helmut Ennsbrunner, Fronius, eröffnet Digitalisierung vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit – zwischen Maschine und Maschine genauso wie zwischen menschlichen Partnern.
Bei der Podiumsdiskussion wiesen die Konferenz-Vorsitzenden darauf hin, dass digitale Systeme in Zukunft nicht nur technische Qualität, sondern auch nachhaltige Lösungen unterstützen sollen.



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