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WIG-System mit Kalt- und Heißdrahtzufuhr

: Dinse


Dinse, in Österreich vertreten durch Lasaco, bietet Komplettpakete für das automatisierte WIG-Schweißen mit Zusatzdraht. Die Kalt- und Heißdraht-Systeme lassen sich ganz nach Bedarf und Anwendungsfall zusammenstellen. Hauptkomponenten sind die 20 kHz-Stromquelle DIX TIG 270, 350 oder 500 DC mit integrierter Drahtsteuerung, das Heißdrahtmodul DIX TIG HW 2800 und das Kühlgerät DIX CM 1000.

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Dinse WIG-System: Stromquelle DIX TIG mit integrierter Drahtsteuerung, Heißdrahtmodul DIX TIG HW 2800, Kühlgerät DIX CM, Drahtvorschub DIX WD 710 und flüssiggekühlter Brennergarnitur mit Heißdraht-Set HDZ 400.

Dinse WIG-System: Stromquelle DIX TIG mit integrierter Drahtsteuerung, Heißdrahtmodul...

Durch den Einsatz von einem zusätzlichen Schweißdraht kann das Anwendungsspektrum beim automatisierten WIG-Schweißen deutlich erweitert werden. Bei dem Verfahren wird zwischen den Varianten Kalt- und Heißdraht unterschieden. Bei der Kaltdrahtzuführung wird der Zusatzwerkstoff an die Schweißstelle geführt und im Lichtbogen abgeschmolzen. Dies bietet sich überall dort an, wo eine zügige Schweißgeschwindigkeit, Spaltüberbrückung und Füllvolumen gefordert sind. Darüber hinaus kommt das WIG-Schweißen mit Kaltdraht zum Einsatz, wenn eine besondere Nahtoptik und Sichtqualität erzielt werden soll. Es ist für alle gängigen Drahtsorten geeignet.

Beim Heißdrahtschweißen wird der Draht durch ein zusätzliches Heißdrahtmodul erhitzt. Durch das Vorwärmen kann die Abschmelzleistung im Vergleich zum Kaltdrahtschweißen noch weiter erhöht werden. Daraus resuliert eine deutliche Steigerung der Schweißgeschwindigkeit, die dem eines MIG/MAG-Prozesses ähnelt, jedoch spritzer- und emissionsfrei ist. Da der Draht bereits vorgewärmt ist, kann außerdem mit weniger Ampere geschweißt werden. Der Vorteil: Um den Draht abzuschmelzen, muss weniger Energie in den Schweißprozess eingebracht werden. Das bedeutet auch, dass weniger Energie ins Werkstück eingebracht wird, was wiederum die Wärmeeinflusszone minimiert und den Verzug oder die Spannungen im Werkstück reduziert. Das Heißdrahtverfahren eignet sich neben dem Verbindungsschweißen auch optimal für das Auftragschweißen, da es mit weniger Aufschmelzung des Grundmaterials einhergeht.

Komplettpakete für das automatisierte WIG-Schweißen

Dinse bietet Komplettpakete für das automatisierte
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WIG-Pistolenkopf TAZ 400 mit flüssiggekühltem Heißdraht-Set HDZ 400.

WIG-Pistolenkopf TAZ 400 mit flüssiggekühltem Heißdraht-Set HDZ 400.

WIG Schweißen mit Zusatzdraht. Die Kalt- und Heißdraht Systeme lassen sich ganz nach Bedarf und Anwendungsfall zusammenstellen. Diese sind in einem einzigen Gehäuse untergebracht. Stromquelle und Drahtsteuerung müssen nicht separat eingestellt werden, sondern lassen sich über ein gemeinsames Display bedienen. So können Programme hinterlegt und über einen Druckknopf immer wieder abgerufen werden.

Schweißergebnisse lassen sich dadurch beliebig wiederholen. Außerdem werden Einstellzeiten gespart. Auch bietet die kombinierte Steuerung eine hohe Flexibilität in Hinblick auf die Bestimmung der Drahtgeschwindigkeit, z.B. beim synchronen Puls-Schweißen. Für praktisches Handling und reibungslose Abläufe steht darüber hinaus ein externes Bedienpanel zur Verfügung, mit dessen Hilfe Parameter im Einrichtbetrieb sowie während des Schweißens verändert werden können. Um reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen, können bis zu 499 Jobs hinterlegt werde.

Der konzentrierte, stabile Lichtbogen Rapid TIG Technology (RTT) der Stromquelle ermöglicht durch seinen hohen Lichtbogendruck schmale Nähte und eine schnelle Schweißgeschwindigkeit. Die Wärmeeinflusszone ist dabei minimal, womit sich teure Beiz- und Passivierungsverfahren erübrigen. Durch die gezielte Wärmeeinbringung wird der Verzug bzw. Spannungen in den Bauteilen minimiert.

Sonderprozesse für jede individuelle Schweißaufgabe

Die verschiedenen standardmäßig integrierten Sonderprozesse der DIX TIG ermöglichen es, den passenden Lichtbogen für jede individuelle
Schweißaufgabe zu modellieren. Mit dem Sonderprozess Multipuls lässt sich der Wärmeeintrag bei gleichbleibend hoher Lichtbogenstabilität noch gezielter beeinflussen. Mit dem Speedspot Prozess kann ohne Zündstellen und Bauteilverzug geheftet werden – punktgenau und schnell. Selbst rostfreie Stähle können damit laut Dinse nahezu ohne Anlauffarben bearbeitet werden.

Abgerundet wird das Dinse-System durch den passenden Drahtantrieb, flüssiggekühlte WIG-Brennergarnituren in verschiedenen Ausführungen bis 400 Ampere, ein Heißdraht- oder Kaltdrahtset und eine optionale Sicherheitsabschaltung. So konfiguriert der Anwender genau das System, das er für seine maßgeschneiderte, automatisierte WIG-Lösung benötigt. Die individuellen Systeme sind an allen gängigen Industrierobotern einsetzbar – sowohl an herkömmlichen, als auch an kollaborativen Modellen.

Dinse WIG-System: Stromquelle DIX TIG mit integrierter Drahtsteuerung, Heißdrahtmodul DIX TIG HW 2800, Kühlgerät DIX CM, Drahtvorschub DIX WD 710 und flüssiggekühlter Brennergarnitur mit Heißdraht-Set HDZ 400.
WIG-Pistolenkopf TAZ 400 mit flüssiggekühltem Heißdraht-Set HDZ 400.
WIG-Pistolenkopf TETZ 400 mit Push-Pull Drahtantrieb MEP 201 EW und Kaltdraht-Set KD 400.


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/xtredimg/2018/Blechtechnik/Ausgabe241/15807/web/Industry_Business_LOGOonWHITE.jpgMittelstand 4.0
Gerade beim Thema „Industrie 4.0“, bei dem es neben der technischen Umsetzung auch auf innovative Geschäftsmodelle, herstellerübergreifende Kooperationen und vertrauensvolle Kunden-Hersteller-Beziehungen ankommt, ist es für den Mittelstand besonders wichtig, sich strategisch richtig aufzustellen und keine proprietäre Einzellösung mit eingeschränktem Mehrwert zu schaffen. Mit diesen Kerngedanken haben sich 2016 zahlreiche innovative mittelständische Unternehmen sowie das Fraunhofer IGCV und der TÜV Süd im Verband Industry Business Network 4.0 e.V. (IBN 4.0) zusammengeschlossen, um die Mehrwerte von Industrie 4.0 vom Mittelstand für den Mittelstand umzusetzen. Wie der Verband es schaffen will, die Digitalisierung und Vernetzung im Mittelstand voranzutreiben, verrät uns Projektkoordinator Konstantin Kernschmidt. Das Gespräch führte Ing. Norbert Novotny, x-technik
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