Zurück zu alter Stärke
Seit 1. Juli 2009 ist die Rückführung von Cloos Österreich in den deutschen Mutterkonzern zu 100 Prozent vollzogen. Dies war einer der wichtigsten Schritte für die beiden Geschäftsführer Stefan Windbichler und Thomas Maeting, um das Vertrauen der österreichischen Kunden zurückzugewinnen. Aufgrund dieser Umstrukturierung sprachen wir mit der neuen Leitung über die Neuausrichtung der österreichischen Niederlassung.

Die beiden Geschäftsführer Thomas Maeting und Stefan Windbichler (rechts)
Die beiden Geschäftsführer Thomas Maeting und Stefan Windbichler (rechts)...
Ing. Norbert Novotny im Gespräch mit Stefan Windbichler, Geschäftsführer Cloos Österreich
Welche Ziele verfolgen Sie als neuer Geschäftsführer?
Cloos wieder zu alter Stärke am Markt Österreich zu verhelfen, sowohl bei den Robotersystemen als auch bei den Schweißgeräten. Die Geschäftsführung - Thomas Maeting und ich - setzt die gemeinsam erarbeitete Strategie mit Nachdruck um und kann so auf ein positives Feedback unserer Kunden bauen.
Während der letzten Jahre gab es bei Cloos in Österreich mehrere personelle Veränderungen, was sich für das Image von Cloos nicht unbedingt positiv auswirkte. Welche Bestrebungen gibt es da, potenziellen Kunden das Gegenteil zu beweisen?
Der von uns eingeschlagene Weg mit der Neuausrichtung unseres Vertriebes bei Schweißmaschinen und die Kooperation bei Anlagen mit der HM Haumann Robotersysteme GmbH als Vertriebspartner sowie der Schön Schweißtechnik GmbH als Gebiets-Servicepartner zeigt uns schon jetzt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Die Kommunikation mit unserer deutschen Zentrale können wir durch unseren Geschäftsführer Thomas Maeting, der direkt in Haiger (D) sitzt, deutlich verbessern. So haben wir viele neue Möglichkeiten, unseren Kunden die besten und schnellsten Lösungen anzubieten.
War es notwendig, strategische Änderungen bei Cloos vorzunehmen?
Ich denke es war nicht nur notwendig sondern zwingend erforderlich. Diese Änderungen alle aufzuzählen, würde jetzt den Rahmen sprengen, aber glauben Sie mir, dieser Weg war sehr steinig.
Wo wird Ihr Schwerpunkt bei den Produkten liegen? Gilt die Konzentration auf das Robotergeschäft, oder gehen Sie verstärkt in das Gerätegeschäft?
Unser Schwerpunkt liegt in beiden Sparten. Nach einer kompletten Neuausrichtung dieser beiden Bereiche ist schon jetzt, nach so kurzer Zeit, ein sehr positiver Trend erkennbar. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Bereich Service, Schulung und Ersatzteile. hier ist Peter Kopp, unser Technischer Leiter, mit seinem Team gefordert, die Ansprüche unserer Kunden zur höchsten Zufriedenheit zu erledigen.
Für welche Lösungen sehen Sie in Zukunft die besten Absatzchancen in Österreich?
Cloos hat als einziger Anbieter die Gesamtlösung für den Kunden. Roboter und Stromquelle aus einer Hand, dies ist unser größter Vorteil. Von Roboterzellen bis Sonderanlagen, von Qineo 180 bis 600, unsere Bandbreite ist durchgängig und stärker denn je.
Der Trend zur Automatisierung ist unverkennbar stark. Wann sollte man sich für eine Automatisierungslösung beim Schweißen oder Schneiden entscheiden?
Unsere Kunden sagen uns zu 99 Prozent, dass sie für den ersten Schritt zur Automatisierung zu lange gewartet haben. Durch unser Programmiersystem Roboplan Offline spielt der Faktor Losgröße für eine Automatisierung des Fertigungsprozesses keine entscheidende Rolle mehr. Cloos ist in der Lage, für den Kunden die Rentabilität seiner Anlage auf den Cent genau zu bestimmen.
Was haben Sie bereits von Ihren Vorstellungen als Geschäftsführer bei Cloos Österreich umsetzen können? Wo muss noch angesetzt werden?
Der größte und wichtigste Schritt war die hundertprozentige Rückführung von Cloos Österreich in den deutschen Mutterkonzern, der seit 1. Juli 2009 vollzogen ist. Die Rückgewinnung des Vertrauens unserer Kunden und die Ausstrahlung von Stabilität wird bei Cloos Österreich in den nächsten Monaten im Vordergrund stehen.

Die beiden Geschäftsführer Thomas Maeting und Stefan Windbichler (rechts)
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