Leichtbau-Konstruktion der anderen Art
Das Unternehmen Welser Profile verbucht einen beachtlichen Erfolg im neuen Geschäftsbereich Solarsysteme/Photovoltaik durch Unterkonstruktionen aus Stahlblech-Trägerprofilen, die per TOX-Rund-Punkt-Verfahren rationell geclincht werden.

TOX-gefügtes Stahlblechprofil von Welser Profile für Unterkonstruktionen von Solarsystemen und Photovoltaikanlagen.
TOX-gefügtes Stahlblechprofil von Welser Profile für Unterkonstruktionen von...
Die Forderungen nach Materialeffizienz und Ressourcenschonung sind untrennbar mit dem Thema Leichtbau verbunden. Dabei denken die meisten vor allem an die Automobilindustrie und vielleicht noch an Schienen- und Luftfahrzeuge, jedoch eher nicht an das dynamisch wachsende Business der Solarsysteme und Photovoltaikanlagen.
Das hat frühzeitig auch einer der international führenden Profil-Produzenten, die Welser Profile Austria GmbH in Ybbsitz, erkannt und bietet heute wirtschaftliche Lösungen für Solartechnik-Unterkonstruktionen aus Metallprofilen. Genau genommen handelt es sich hierbei aber um Stahl- und nicht um grundsätzlich leichtere Aluminium-Werkstoffe. Diese dafür konstruierten Stahlprofile haben gegenüber Aluminiumprofilen größere Spannweiten, was wiederum größere Stützenabstände erlaubt und sich bei einer Standardisierung einfach wirtschaftlicher darstellen lässt.
Das Unternehmen Welser Profile verarbeitet an den Standorten Ybbsitz und Gresten in Österreich sowie am deutschen Standort Bönen jährlich über 300.000 t Flachbleche aus Stahl, Edelstahl und NE-Metallen. Daraus wurden bisher über 18.000 neue Querschnitte konstruiert und produziert.
Konstruktionsfreiräume durch Leichtbau-Profile
Die Kombination aus kreativer Konstruktion, einem breiten Spektrum unterschiedlichster Materialgüten sowie modernen Produktionstechnologien mündet in einem Portfolio an offenen als auch geschweißten Sonderprofilen bzw. kompletten Profilsystemen, die u. a. auch für die Solartechnik und Photovoltaikanlagen 
TOX-Mehrpunkt-Werkzeug zum Fügen der Stahlblechprofile.
TOX-Mehrpunkt-Werkzeug zum Fügen der Stahlblechprofile.
zum Einsatz kommen. Dabei wird der Werkstoff Stahl bezüglich statischer Anforderungen auf die Tragkonstruktionen von Solarsystemen/Photovoltaikanlagen ausgelegt. Da die immer größer und damit effizienter werdenden Solarmodule und Photovoltaikelemente nach angepassten Unterkonstruktionen verlangen, bieten sich hier Stahlwerkstoffe an. Denn diese weisen gegenüber Alumaterialien bei gleichem Querschnitt das dreifach höhere Elastizitätsmodul und eine um Faktor drei geringere Durchbiegung auf.
Die Vorteile von Stahlprofilen liegen auf der Hand: bei gleichem Querschnitt sind größere Spannweiten möglich, die Stützenabstände sind größer, es werden weniger Stützen und Unterkonstruktionen benötigt, der Montageaufwand verringert sich.
Welser Profile bietet heute einsatzoptimierte Produkte für kundenindividuelle Unterkonstruktionen an Solarsystemen und Photovoltaikanlagen wie z. B. Rammprofile, Horizontal- und Modulträger, an. Ausgangsmaterial sind Stahlwerkstoffe im Dickenbereich von 0,3 bis 8 mm und in Breiten bis 800 mm, die dann mit den erwähnten Profilieranlagen verformt werden. Verbunden mit einer angepassten Oberflächenveredelung führt dies zu langlebigen Produktlösungen.
Stabilität durch TOX-Rund-Punkt-Verbindungen
Aber nicht nur bezüglich Materialien und Formgebungsverfahren, sondern auch hinsichtlich Füge- und Verbindungstechnologie beschreitet Welser Profile immer wieder neue 
Hier ist ein TOX-Werkzeugsatz, bestehend aus Stempel und Matrize, zu sehen.
Hier ist ein TOX-Werkzeugsatz, bestehend aus Stempel und Matrize, zu sehen.
Wege – so geschehen bei manchen Stahlprofilen für die Unterkonstruktionen besagter Solarsysteme und Photovoltaikanlagen.
Um die gewünschte Stabilität und hohe Steifigkeit der Profile zu erreichen, werden sie nach dem Kaltwalzen wahlweise verschweißt oder neuerdings mit dem hoch produktiven und sehr wirtschaftlichen TOX-Rund-Punkt-Blechverbindungsverfahren gefügt. Mit dieser Clinch-Technologie der TOX PRESSOTECHNIK GmbH & Co. KG lassen sich mehrere Bleche gleicher oder unterschiedlicher Dicken und Metallwerkstoffen, lediglich durch Umformen, unlösbar miteinander verbinden. Dies hat den Vorteil, dass keine thermischen Einflüsse, welche zum Verzug führen oder die Korrosion fördern könnten, auf die Profile einwirken und dass keinerlei Zusatzwerkstoffe oder Verbindungselemente gebraucht werden. Da die Profile prozesssicher – weil vollautomatisch – gefügt werden, können Arbeitsprozesse entfallen und somit kürzere Lieferzeiten erreicht werden. Des Weiteren wird dafür nur sehr wenig Energie benötigt und es ist so gut wie keine Wartung erforderlich.
Das TOX-Rund-Punkt-Blechverbindungsverfahren wird bei Welser für Stahlblechprofile aus dünneren Blechen angewendet – z. B. zum Verbinden von zwei 1,5 mm dicken, gewalzten und gefalzten Blechen zu langen Trägerprofilen. Zum Verbinden der Bleche werden mit einem Mehrfachwerkzeug in bestimmten Abständen TOX-Rund-Punkte mit Durchmesser 8 mm gesetzt. TOX PRESSOTECHNIK hat in diesem Fall die Technologie und die TOX-Rund-Punkt-Werkzeuge, bestehend aus Matrize und Stempel, geliefert. Die spezifisch auf das Stahlblech und die Dicke abgestimmten Werkzeuge und Verbindungs-Presskräfte wurden im TOX-Technologiecenter ermittelt und im TOX-Testbericht dokumentiert. Damit ist gewährleistet, dass der Kunde immer passgenaue TOX-Werkzeuge erhält und dass die Fügequalität absolut reproduzierbar ist. Mit der Mehrpunkt-Pressvorrichtung werden die TOX-Clinch-Verbindungen ohne weiteren Maschinen- und Personalaufwand gesetzt, so dass neben einer hohen Prozesssicherheit und Verbindungsqualität auch die gewünschte Wirtschaftlichkeit gegeben ist.

TOX-gefügtes Stahlblechprofil von Welser Profile für Unterkonstruktionen von Solarsystemen und Photovoltaikanlagen.

TOX-Mehrpunkt-Werkzeug zum Fügen der Stahlblechprofile.

Hier ist ein TOX-Werkzeugsatz, bestehend aus Stempel und Matrize, zu sehen.

Diese Bild zeigt den Prozessablauf beim TOX-Rund-Punkt-Blechverbindungsverfahren.
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